Historische Fahrzeuge
Motorwagen Nr. 156
Erhaltene Wagen der BVB
Skizze H. Ziegler

Motorwagen Be 2/2 Nr. 156 [2018] / Jg. 1920
Restauration vorgesehen
In den nächsten Jahren soll der Motorwagen, welcher heute als Dienstwagen Nr. 2018 erhalten blieb, restauriert werden. Das Fahrzeug wird in den Zustand der 30iger Jahre zurückgebaut und erhält dann seine ürsprüngliche Wagennummer 156 zurück.
Technische Daten
| Motorwagen Nr. 156 | |
|---|---|
| Wagen Typ / Nummer |
ab 1900 Be 2/2 Nr. 156 ab 1972 Xe 2/2 Nr. 2018 ab (2011) Be 2/2 Nr. 156 |
| Name 1955 | «zum Sod» |
| Inbetriebnahme | 1920 |
| Erbauer | Schweiz. Waggonfabrik Schlieren (SWS) |
| elektrische Ausrüstung | Brown Boveri, Baden (BBC) |
| Wagenpreis | Fr. 101'555.00 |
| Länge über Puffer | 9'480 mm |
| Breite | 2'200 mm |
| Höhe | 3'800 mm |
| Achsabstand | 2'800 mm |
| Treibraddurchmesser | 810 mm |
| Gewicht | 13'000 Kg. |
| Sitz- / Stehplätze | 16 / 43 |
| Maximale Geschwindigkeit | 30 Km/h |
| Motoren |
2 BBC GTM 3a à 53 PS ab ca. 1929 2 GTM 3i à 66 PS ab ca. 1932 2 GTM 132 à 74 PS |
| Bremsen |
elektrische Widerstandsbremse Zweikammer Druckluftbremse System Westinghouse Handbremse (Kurbeln/Kettenzüge) Magnetschienenbremse Einrichtungen für Anhänger-Solenoidbremsen Sandstreuvorrichtungen |
| Änderungen (Auszug) |
1924-1926: Optische Signalgebung und Dachrutenkupplungen Ab 1925: Einbau stärkerer Motoren (GTM 3i à 66 PS, später GTM 132 à74 PS), neue Hammerkontakt-Kontroller (= Nockenfahrschalter) 1928-1937: Magnetschienenbremsen für Fahrleitungsspannung 1930-1937: Ersatz der zweiflügligen Kastenkopftüren durch einflüglige 1935: BBC-Scherenpantograf 1936: Schutzhauben für Liniennummernschilder ab 1936: Ersatz der Luftdrucksander durch handbetätigte Sander ab ca. 1943: Verstärkung der Fensterrahmen. Ersatz der ursprünglichen, abgerundeten oberen Fensterabschlüsse durch eckige 1949-1950: Brosebandkästen 1950-1952: +GF+ Kupplungen um 1951: Einbau neuer Burckhardt-Kompressoren 1954-1955: Richtungsblinker ab 1965: Einbau eines EP-Ventils für Anhängewagenbremse |
Quelle: Tramclub Basel / H. Ziegler
Die Wagen 149-172 wurden zwischen 1919 und 1921 in zwei Serien geliefert. Der Wagen war weitgehend baugleich mit der Vorgängerserie aus dem Jahre 1914, aber 10cm breiter und 5 cm länger. Die Motorwagen hatten wie ihre Vorgängerserie Magnetschienenbremsen sowie Quersitze mit umklappbaren Rückenlehnen. Die Wagen wurden im Laufe der Jahre kontinuierlich modernisiert. Alle Wagen erhielten um 1950 Brosekästen und halbautomatische Kupplungen, der Wagen 166 wurde als einziger der Serie zum Einrichtungsfahrzeug umgebaut.
Bis 1966 war die Serie vollzählig im Fahrplanverkehr eingesetzt. Die Wagen fuhren vorwiegend auf den Bruderholzlinien (5, 15, 16, 26), zuletzt auf den Linien 2 und 7. Die Wagen standen alle mehr als 50 Jahre lang im Einsatz!
Das Innendach bestand ursprünglich aus Holzlatten, die farblich später teilweise verändert oder durch ein Kunststoffdach ersetzt wurden. Die Seitenwand bestand ursprünglich aus Holztäfer, das nur bei wenigen Wagen erhalten bleib. Die umlegbaren Rückenlehnen der Sitze bestanden aus Holzlatten. (Quelle: J. Meister).
Zwei Motorwagen dieses Typs (156 und 170) stehen heute noch als Dienstfahrzeuge in Betrieb. Der Wagen 160 gelangte in ein Museum in Deutschland. Der Be 2/2 163 wurde von Grund auf originalgetreu restauriert und steht heute als prächtiges historisches Fahrzeug für Extrafahrten zur Verfügung.
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