Das Rösslitram

Das Rösslitram, wie es im Volksmund bezeichnet wurde, war in Wirklichkeit ein von Pferden gezogener Tram-Omnibus der auf der Strasse fuhr. Nicht zu verwechseln mit der Pferdestrassenbahn.
Von 1881 bis 1895 betrieben private Unternehmer fünf Linien mit diversen Wagen. Alle Fahrzeuge waren damals schon mit Werbeflächen für Schokolade versehen.
Eine Strecke führte vom Centralbahnhof bis zum Badischen Bahnhof (heute Mustermesse). Auf dieser waren ständig 6 Wagen unterwegs. Die gesamte Fahrt kostete 30 Rappen, eine Teilstrecke 10 - 20 Rappen. Insgesamt standen 42 Pferde zur Verfügung.
Vorgespannt waren jeweils 2 Tiere und an steilen Strecken wurde ein drittes eingespannt. Die Fahrt von Bahnhof zu Bahnhof dauerte 22 Minuten. Der Wagenpark umfasste 1890 stolze 21 Fahrzeuge.
Postkartenansicht P. Armbruster

Die beiden nachgebauten Rösslitrams
«Julius» das Winterträmli und «Klara» das Sommerträmli
Arbeitsbedingungen des Personals
Kutscher und Conducteure
- Lohn: Fr. 3,50 - 4,00 / Tag
- Arbeitszeit: 13 - 14 Std.
- Arbeitsfreie Tage: höchstens jeder 10. Tag unbezahlt.
Private Extrafahrten
Vermarktungs- und Kompetenzzentrum für Freiberger
Alexander Schwabe
Klusstrasse 195
4147 Aesch BL
Tel: 061 723 11 11
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Die Fahrzeuge sind bei der Feldschlösschen Getränke AG, Rheinfelden im dortigen Oldtimermuseum zu sehen. Fahrten finden auf Wunsch für Besuchergruppen auf dem Firmenareal statt.
Die Wagen sind weiterhin im Besitz der Scheidegger-Thommen-Stiftung, Arlesheim + Settelen AG, Basel.
Weitere Infos zur Rettung des Rösslitram der Firma Settelen Basel.
Verein Original Tram Basel
Am 11. Juli 1992 - auf den Tag genau 111 Jahre nach der ersten Kursfahrt - wurde das Basler Rösslitram zum zweiten Mal eingeweiht. Der Basler «Tramfan» David Rippmann und der von ihm gegründete «Verein Original Tram Basel» wollten das Rösslitram der Stadt zurückgeben.
Unter Leitung von Eduard Belser, Dipl. Ing. ETH/Museologe Uni Basel, rekonstruierten 1991/92 französische und österreichische Spezialisten, praktisch «schraubengleich», einen Sommerwagen und einen Winterwagen.
Finanziert wurde der Bau durch die Scheidegger-Thommen-Stiftung und unsere Firma. Der Verkauf und die Organisation der Fahrten oblagen dem Extrafahrtenbüro der BVB.
Das Ende des Vereins
In den ersten Jahren bestand eine grosse Nachfrage nach dieser speziellen Art von Nostalgiefahrten. Die Bespannung besorgten professionelle Kutscher mit Pferden, die mit dem Strassenverkehr vertraut waren. Diese fanden sich im hinteren Leimental und mussten für jede Fahrt extra herangefahren werden, was das Vergnügen recht teuer machte.
Leider liessen die Verkaufsanstrengungen seitens der BVB zunehmend nach und die Abstellplätze für die Omnibusse im BVB-Depot Wiesenplatz wurden wegen «Eigenbedarfs» auf das Jahr 2002 gekündigt. Da sich in der Stadt weder neue Abstellplätze noch eine effiziente Verkaufsorganisation finden liessen, löste sich der Trägerverein auf.
Seit dem Sommer 2003 transportieren die beiden «Oldtimer» Gäste der Brauerei Feldschlösschen auf dem Firmenareal in Rheinfelden.
Das sagt die Wikipedia zum Begriff «Rösslitram».
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